Kapitalmarkt- und Kapitalanlagerecht

Leistungen:

  • Vertretung in außergerichtlichen und gerichtlichen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Kapitalanlagen aller Art und bei Vermögensverwaltung
  • Beratung von Unternehmen bei nicht kreditgestützten Finanzierungen (Beteiligungs- und Wagniskapital sowie mezzanine Finanzierungsformen)
  • Beratung und Prozessvertretung im Zusammenhang mit komplexen Finanzinstrumenten (Swaps, Kreditderivate, Optionen, Futures, Zertifikate, Asset Backed Securities, usw.)
  • Beratung und Unterstützung von Unternehmen bei der kapitalmarktrechtlichen Compliance (Einhaltung von Informations- und Berichtspflichten)

Wir beraten und vertreten sowohl Anleger als auch Banken und Anlageberater.

Der Kapitalmarkt ist der breiten Öffentlichkeit mit dem Börsengang der Deutschen Telekom ins Bewusstsein gerückt und ist seither omnipräsent. Das Kapitalmarktrecht regelt vor allem die Pflichten von Unternehmen, die den Kapitalmarkt in Anspruch nehmen. Schon der erste Schritt an den Kapitalmarkt, die erstmalige Emission von Aktien, Schuldverschreibungen oder sonstigen Finanzinstrumenten, stellt eine juristisch hoch komplexe Materie dar, die vor allem durch umfangreiche Vertragswerke geregelt wird. Sobald ein Unternehmen seine Papiere am Kapitalmarkt platziert hat, muss es die vielfältigen Informations- und Berichtspflichten des WpHG erfüllen (u. a. ad hoc Mitteilungen, Meldung von wesentlichen Änderungen der Stimmrechtsinhaberschaft, Publikation von Director’s Dealings, Führung von Insiderverzeichnissen, etc.). Um die Einhaltung der Pflichten sicherzustellen, hat ein Unternehmen eine Compliance-Organisation zu unterhalten.

Den zweiten großen Bereich des Kapitalmarktrechts stellt das Kapitalanlagerecht dar. Dabei geht es in erster Linie um vertragliche und gesetzliche Beratungs- und Informationspflichten der im Vertrieb tätigen Personen und Institutionen (Berater, Vermittler, Vertriebsunternehmen) gegenüber Anlegern und um Ansprüche aufgrund fehlerhafter Prospekte. Wird ein Anleger beim Kauf oder Verkauf nicht zutreffend unterrichtet, kann er gegen seinen Berater oder Vermittler Schadensersatzansprüche geltend machen. Zum Kapitalanlagerecht zählen daher u. a. Ansprüche im Zusammenhang mit dem Erwerb von geschlossenen Immobilien-, Medien- und sonstigen Fonds ebenso wie Ansprüche gegen Banken und sonstige Finanzdienstleister, wenn diesen Fehler bei der Vermittlung von Finanzprodukten (Aktien, Rentenpapiere, Fonds, Zertifikate) unterlaufen.

Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt Dr. habil Markus Lenenbach, LL.M.

Lenenbach, Handbuch Kapitalmarktrecht, 2010